Dieser Blogartikel ist Teil einer 4-teiligen Serie „Die 4 größten Stolpersteine beim Erstellen einer Website“. Ich zeige dir die häufigsten Probleme auf, warum Webseiten nicht funktionieren und gebe dir Tipps, wie du diese vermeiden kannst und es besser machen kannst. Im ersten Teil geht es um den Aufbau der Website.

Stolpersteine beim Aufbau der Website

1. Fehlende Klarheit über das Ziel der Website

Leider sehe ich in der Praxis ganz oft, dass eine Website nach Vorlagen und Inhalten von anderen nachgebaut wird. Inspiration und schauen, was andere machen sind grundsätzlich sehr gut. So kannst du auch gleich als Nutzer sehen, was dir an anderen Webseiten gefällt und was nicht.

Aber, du hast dein eigenes Unternehmen, deine Besonderheit, ein einzigartiges Angebot und deine eigene Strategie. Deshalb solltest deine Website zu dir passen und dir entsprechen. Besonders wichtig ist es am Anfang, dass du Klarheit darüber hast, was du mit deiner Website erreichen möchtest. Dieses Ziel solltest du für dich definieren.

Hier findet du mögliche Ziele für deine Website:

  • Präsenz durch eine einfache Visitenkarte im Netz
  • Informationen über Öffnungszeiten, Anfahrtswege und Kontaktmöglichkeiten
  • deine Angebote präsentieren
  • dich als Experte zeigen
  • Vertrauen zu deinen Lesern aufbauen
  • Reichweite schaffen
  • deine Website als Terminbuchungstool nutzen
  • Interessierte für den Eintrag in deinen Newsletter begeistern
  • Interessierte dazu bringen, mit dir in Kontakt zu treten

Meistens ist das Ziel der Website eine Mischung aus diesen verschiedenen Möglichkeiten. Die Inhalte und die Planung der einzelnen Seiten, z.B. Blog und eine Kontaktseite entstehen aus diesen Überlegungen. Auch ob zusätzliche Tools benötigst, wie z.B. ein Newslettertool oder ein Terminbuchungstool, ergibt sich aus diesen Überlegungen.

Praxis Tipp:

Auch wenn du verschiedene Ziele erreichen möchtest, empfehle ich, 2-3 Hauptziele festzulegen und dich darauf zu fokussieren.

2. Menu –  zu großer Umfang und unklare Benennung der einzelnen Menupunkte

  • Zu viele Menupunkte und Untermenupunkte

Ein Stolperstein, den ich häufig sehe, ist, dass das Menu der Website zu groß und umfassend, also unübersichtlich ist. Viele Websites haben 10 oder sogar noch mehr Menupunkt und dann noch Untermenupunkte. Wir haben nur wenige Sekunden Zeit, den Leser unserer Website davon zu überzeugen, auf unserer Website zu bleiben. Eine ganz klare, übersichtliche Struktur ist also sinnvoll und nutzerfreundlich.

Ein flaches Menu ist gut um einen Überblick zu schaffen. Das heißt, dass so wenig wie möglich Untermenupunkte vorhanden sind. Da wir immer mehr mobil im Netz unterwegs sind, solltest du stets den mobile Nutzer (also Nutzer von Handys und Tablets) vor Augen haben. Dein Leser soll ein gutes Gefühl auf deiner Website haben, sich leicht zurechtfinden und die Website ganz einfach bedienen können.

  • Unklare Benennung der Menupunkte

Ein weiterer Fehler, der sehr oft gemacht wird, ist eine unklare Benennung der Menupunkte. Kreative, nicht gängige oder Fantasie-Bezeichnungen sind im Menu fehl am Platz. Wir sind mittlerweile im Netz an gewisse Benennungen gewöhnt und finden uns daher leicht und schnell zurecht. Wenn du die Menupunkte einfach und klar benennst, wissen deine Leser auf den ersten Blick, worum es geht. Das ist für deinen Leser angenehm, leicht verständlich und so nimmt er sich auch Zeit für dich und dein Angebot.

Praxis Tipp:

Gängige und bekannte Bezeichnungen für deine Startseite, also die Homepage deiner Website sind:
für deine Startseite: Home, Start oder Starte hier
für deine Angebotsseite: Mein Angebot, Angebote, Service oder Leistungen
für die über mich Seite: Über mich, About

Kontakt, Impressum, Datenschutz sollten auch klare und unmissverständliche Bezeichnung haben. Beim Impressum und Datenschutz ist es zudem wichtig, dass du darauf achtest, dass diese Unterseiten mit EINEM Klick erreichbar sind. Diese Verlinkung muss auch von jeder Unterseite aus funktionieren.

3. Fehlende Struktur und Verlinkungen beim Inhalt

  • Fehlende Struktur bei den Texten und Inhalten

Bei den Texten fehlt es oft an Struktur. Das heißt, auf der Website wird viel Fließtext gesetzt und es gibt wenig Absätze. Manchmal sind auch die Absätze sehr, sehr lange. Oder auch die Sätze.

  • Fehlende Verlinkung in die Tiefe

Was ganz oft passiert, ist, dass die Verlinkung in die Tiefe fehlt. Wenn ein Text gut strukturiert ist, dann kommt der Leser bis ans Ende und von dort sollte er auch weiterführt werden. Überlege dir gut, wie du den Leser durch eine gute Verlinkung auf die nächste Seite führen kannst. Z.B. von der Startseite auf die Über-Mich Seite oder auf einen weiterführenden Blogartikel oder auf deine Angebote. Damit schaffst du es, deinen Leser auf deiner Website zu halten.

Praxis Tipp:

Bringe Struktur in deine Inhalte. Versuche kurze Sätze zu schreiben. Wenn du Schachtelsätze hast, mache 2 Sätze daraus. Versuche alle 2 bis 3 Sätze einen Absatz einzubauen. Wichtige Inhalte solltest du immer an den Anfang des Absatzes platzieren. Lange Fließtexte brauche eine Unterbrechung, sonst wird es zu anstrengend zum Lesen. Vielleicht magst du mit einem Bild oder einer Grafik den Text auflockern? Nutze, wenn es möglich ist, übersichtliche Aufzählungen. Durch eine gut durchdachte Verlinkung kannst du deinen Leser durch deinen Webauftritt führen.

Das war der erste Teil der 4 Stolpersteine beim Erstellen der Website.

Im nächsten Blogartikel geht es um die Stolpersteine im Bereich Inhalte der Website.